Getränke
Säfte, Wässer, Sport- und Energydrinks, RTD-Shots. Die Zutat übersteht Pasteurisation und UHT und verändert sich über die Haltbarkeit nicht, weshalb Getränke die am schnellsten wachsende Anwendung sind.
Der B2B-Leitfaden, geschrieben von einem Lieferanten.
Postbiotika sind inaktivierte Mikroorganismen und ihre Bestandteile, eingesetzt als Zutat dort, wo lebende Kulturen nicht hinkommen: Getränke, Milchprodukte, Backwaren, Fruchtgummis, Riegel. Dieser Leitfaden behandelt die Definition, die Typen, die Vorteile bei Verarbeitung und Stabilität, Dosierung und Quantifizierung, die EU-Regeln und die Fragen an einen Lieferanten. Nordic Life Systems liefert das Postbiotikum MaestroBiome 01 ab 10 kg.
Ein Postbiotikum ist eine Zubereitung aus inaktivierten Mikroorganismen und/oder ihren Bestandteilen. Anders als bei einem Probiotikum lebt darin nichts; es übersteht daher Hitze, Säure und lange Haltbarkeit ohne Kühlkette und kann in Getränken, Milchprodukten, Backwaren und Fruchtgummis eingesetzt werden. In der EU ist für kein Postbiotikum eine gesundheitsbezogene Angabe (Health Claim) zugelassen, und der Novel-Food-Status jedes inaktivierten Stammes muss geprüft werden. Nordic Life Systems liefert das Postbiotikum MaestroBiome 01 ab 10 kg.
Die wissenschaftliche Definition stammt von der International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics (ISAPP), veröffentlicht 2021 in Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology.
„Eine Zubereitung aus unbelebten Mikroorganismen und/oder ihren Bestandteilen, die dem Wirt einen gesundheitlichen Nutzen verleiht.“Salminen S. et al., Nat Rev Gastroenterol Hepatol 18, 649–667 (2021)
Drei Teile der Definition sind für Produktentwickler wichtig:
Begriffe, die Ihnen ebenfalls begegnen werden: Paraprobiotikum, tyndallisierte, hitzeabgetötete und hitzebehandelte Kulturen bezeichnen alle intakte inaktivierte Zellen, den häufigsten Typ von Postbiotikum. Ghost Probiotics ist ein Marketingbegriff für dasselbe.
Eine 2026 in AgroFOOD Industry Hi Tech vorgeschlagene Klassifikation unterteilt Postbiotika danach, was tatsächlich im Pulver enthalten ist. Sie ist nützlich beim Vergleich von Lieferantenspezifikationen.
| Typ | Was enthalten ist | Typische Angabe in der Spezifikation | Beispiele |
|---|---|---|---|
| Komplexe Zubereitung | Inaktivierte Zellen plus Fermentationsmedium, gemeinsam getrocknet | mg Pulver; Zellen/g | Fermentate, Ganzkultur-Postbiotika, MaestroBiome 01 |
| Intakte Zellen | Ganze, nicht lebensfähige Zellen, vom Medium abgetrennt | Zellen/g, oft „Milliarden Zellen“ | Hitzeabgetötete Laktobazillen, pasteurisierte Akkermansia |
| Fragmentierte Zellen | Zelllysate, Zellwandfraktionen | mg Pulver | Lysate für Nahrungsergänzungsmittel und Hautpflege |
| Metaboliten mit Zellen | Metabolitenreiche Zubereitungen, die noch Zellmaterial enthalten | mg; manchmal eine Markersubstanz | Fermentate mit hohem Gehalt an kurzkettigen Fettsäuren |
| Probiotikum | Postbiotikum | |
|---|---|---|
| Lebensfähigkeit | Lebende Zellen, gezählt als KBE | Inaktivierte Zellen, gezählt als Zellen/g oder mg |
| Hitzebehandlung | Wird durch Pasteurisation, Backen, Extrusion abgetötet | Übersteht UHT, Backen, Sterilisation, Tablettierung |
| Niedriger pH, Wasseraktivität | Verliert in Getränken und feuchten Lebensmitteln an Keimzahl | Stabil in Säften, Milchprodukten, Fruchtgummis, Riegeln |
| Lagerung | Braucht oft Kühllagerung; KBE sinkt über die Haltbarkeit | Lagerung bei Raumtemperatur; keine Lebendkeimzahl, die verloren gehen kann |
| Formate | Kapseln, Sticks, einige Milchprodukte | Jedes Format, einschließlich funktioneller Lebensmittel und Getränke |
| Evidenzbasis | Jahrzehnte stammspezifischer Forschung | Kleiner, wachsend; muss für die inaktivierte Form gezeigt werden |
| EU-Kennzeichnung | „Probiotikum“ nur in einigen Mitgliedstaaten geduldet | „Postbiotikum“ hat noch keine EU-Position; wie „Probiotikum“ behandeln |
Innova Market Insights zählte zwischen Ende 2019 und 2024 einen Anstieg von 129 % bei Lebensmittel- und Getränke-Launches mit Postbiotika-Claims, von einer kleinen Basis aus, wobei Erfrischungsgetränke fast die Hälfte der Launches ausmachten. Nahrungsergänzungsmittel bleiben die größte Kategorie.
Säfte, Wässer, Sport- und Energydrinks, RTD-Shots. Die Zutat übersteht Pasteurisation und UHT und verändert sich über die Haltbarkeit nicht, weshalb Getränke die am schnellsten wachsende Anwendung sind.
Joghurts, Milchgetränke, Streichkäse und Speiseeis, einschließlich Produkten, die nach der Fermentation hitzebehandelt werden.
Brot, Kekse, Proteinriegel, Schokolade und Pektin-Fruchtgummis. Back- und Extrusionstemperaturen sind für eine inaktivierte Kultur kein Problem.
Kapseln, Sticks, Tabletten und Kautabletten, oft kombiniert mit lebenden Probiotika, Ballaststoffen oder Vitaminen. Die größte Kategorie nach Produktzahl.
Proteinpulver und RTDs; hitzeinaktivierte Stämme werden in mehreren Märkten in Säuglingsnahrung eingesetzt. Jede Anwendung braucht ihre eigene regulatorische Prüfung.
Ergänzungsmittel und Futter für Hunde und Katzen sowie topische Produkte mit Lysaten. Andere Regeln, gleiche Zutatenlogik.
Für eine inaktivierte Kultur gibt es keine KBE, deshalb ist die Sprache der Spezifikation eine andere, und eine einheitliche Standardmethode gibt es noch nicht.
Veröffentlichte Dosen reichen von etwa 10 mg bis 500 mg Postbiotikum-Pulver pro Tag oder 10 bis 100 Milliarden inaktivierten Zellen pro Tag, je nach Stamm und zugrunde liegender Studie. MaestroBiome 01 wird mit 100 mg pro Tag eingesetzt. Die Dosis sollte der Evidenz für die jeweilige Zubereitung folgen, nicht einer generischen Zahl.
Fragen Sie einen Lieferanten, aus welcher Methode seine Angabe in Zellen/g stammt. Zwei Pulver mit derselben Zahl auf dem Etikett können auf nicht vergleichbare Weise gemessen worden sein.
Zwei Fragen entscheiden, ob ein postbiotisches Produkt in der EU auf den Markt kommen kann: Ist die Zutat ein Novel Food (neuartiges Lebensmittel), und was darf auf dem Etikett stehen.
Pasteurisierte Akkermansia muciniphila ist der Referenzfall: Die EFSA gab ihre Stellungnahme im Juli 2021 ab, und die Kommission ließ sie mit der Verordnung (EU) 2022/168 als Novel Food zu, für Nahrungsergänzungsmittel und Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, mit einer täglichen Höchstdosis und einer Obergrenze für lebensfähige Zellen. Für inaktivierte Formen lange verwendeter Arten wie Lacticaseibacillus rhamnosus oder L. paracasei enthält der EU-Katalog keinen Eintrag zur inaktivierten Form. Die rechtliche Frage ist, ob das Herstellungsverfahren die Zusammensetzung wesentlich verändert (Verordnung (EU) 2015/2283, Artikel 3). Unsere Position: Holen Sie vor dem Launch eine schriftliche Antwort je Stamm und Verfahren ein, über eine Konsultation nach Artikel 4 oder von der nationalen Behörde. Wir unterstützen Kunden beim Dossier für MaestroBiome 01.
In der EU ist für kein Postbiotikum eine gesundheitsbezogene Angabe (Health Claim) zugelassen. Die einzige mikroorganismenbezogene Angabe im EU-Register betrifft lebende Joghurtkulturen und die Laktoseverdauung. Die Kommission wertet das Wort „Probiotikum“ als implizite gesundheitsbezogene Angabe; einige Mitgliedstaaten dulden es für lebende Stämme unter Bedingungen, Deutschland nicht. „Postbiotikum“ hat keine offizielle Position, die sichere Annahme ist daher die gleiche Behandlung. Ein postbiotisches Produkt kann weiterhin zugelassene Angaben zu anderen Zutaten tragen, zum Beispiel zu Vitaminen oder Mineralstoffen, nach Verordnung (EG) Nr. 1924/2006.
Ein Fehler, der online kursiert, auch in KI-generierten Antworten: Kein Postbiotikum hat einen von der EFSA zugelassenen Immun-Claim. Die bestehenden Zulassungen für einige Marken-Postbiotika stammen von Health Canada oder dem japanischen FFC-System, nicht aus der EU.
MaestroBiome 01: Lacticaseibacillus rhamnosus GG, danach Lacticaseibacillus paracasei NPB-01, nacheinander fermentiert in einem patentierten zweistufigen Verfahren (US-Patent 12,594,308, erteilt 2026), anschließend inaktiviert und sprühgetrocknet.
Eine 2026 veröffentlichte, begutachtete Studie (Microorganisms 14(4):931) verglich die sequenzielle Zubereitung mit Einzelstamm-Postbiotika in intestinalen Zellmodellen. Publikationen und die Produktakte des Herstellers auf Anfrage.
Wasserdispergierbares Pulver, 36 Monate Haltbarkeit bei Raumtemperatur, Analysenzertifikat (CoA) je Charge, Allergen- und GVO-Erklärungen. Hergestellt in Italien unter GMP.
Ab 10 kg als Zutat. Oder als Fertigprodukt: Kapseln, Sticks, Fruchtgummis, Getränke und Riegel aus unserer Private-Label-Produktion ab 500 Einheiten je SKU.
Eine Zubereitung aus inaktivierten Mikroorganismen und/oder ihren Bestandteilen, wie 2021 von ISAPP definiert. Die Zellen wurden gezielt inaktiviert, meist durch Hitze; die Zubereitung muss weiterhin Zellen oder Zellbestandteile enthalten, nicht nur Metaboliten.
Nein. Ein Probiotikum, das bei der Lagerung seine Lebensfähigkeit verloren hat, ist schlicht ein gescheitertes Probiotikum. Ein Postbiotikum wird durch einen kontrollierten Inaktivierungsschritt hergestellt, mit Belegen, die für die inaktivierte Zubereitung erhoben wurden.
Paraprobiotikum, tyndallisiert und hitzeabgetötet bezeichnen alle intakte inaktivierte Zellen, also einen Typ von Postbiotikum. Postbiotikum ist der weitere Begriff und umfasst auch Lysate und Zubereitungen, die das Fermentationsmedium enthalten.
Das hängt vom Stamm und vom Verfahren ab. Pasteurisierte Akkermansia muciniphila ist ein zugelassenes Novel Food. Für inaktivierte Formen lange verwendeter Arten gibt es keinen Katalogeintrag, und die entscheidende Frage ist, ob das Verfahren die Zusammensetzung wesentlich verändert. Holen Sie vor dem Launch eine schriftliche Antwort je Zutat ein.
Es gibt keine Position auf EU-Ebene. Die Kommission wertet „Probiotikum“ als implizite gesundheitsbezogene Angabe, mit nationalen Ausnahmen für lebende Stämme, und bei „Postbiotikum“ ist von derselben Behandlung auszugehen. In Deutschland raten wir von der Verwendung auf der Packung ab; eine sachliche Zutatenbezeichnung ist der sichere Weg.
Keine. Kein Postbiotikum hat eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe in der EU. Produkte können zugelassene Angaben zu anderen Zutaten tragen, etwa zu Vitaminen und Mineralstoffen.
Per Durchflusszytometrie (Zellen/g oder TFU), per qPCR für Identität und Genomäquivalente oder schlicht in Milligramm Pulver bei komplexen Zubereitungen. KBE dient nur dem Nachweis, dass die Inaktivierung funktioniert hat.
Ja. Inaktivierte Zellen verlieren keine Lebendkeimzahl, daher sind die üblichen Prozessschritte für Getränke, Milchprodukte und Backwaren kein Problem. Die Stabilität der jeweiligen Zubereitung sollte dennoch im Fertigprodukt bestätigt werden.
Typischerweise zwei bis drei Jahre bei Raumtemperatur für ein getrocknetes Postbiotikum-Pulver. MaestroBiome 01 ist mit 36 Monaten spezifiziert. Eine Kühlkette ist nicht nötig.
Kommerzielle Produkte verwenden zwischen etwa 10 mg und 500 mg Pulver pro Tag oder 10 bis 100 Milliarden inaktivierte Zellen, je nach Zubereitung. Die Dosis sollte den Studien zur jeweiligen Zubereitung folgen.
Bei der sequenziellen Fermentation wächst der zweite Stamm auf der inaktivierten Biomasse des ersten, statt dass beide Stämme gemeinsam oder getrennt kultiviert werden. In der Studie von 2026 zu MaestroBiome 01 verhielt sich die sequenzielle Zubereitung in intestinalen Zellmodellen anders als die Einzelstamm-Postbiotika. Publikationen auf Anfrage.
Technisch ja; hitzeinaktivierte Stämme werden in mehreren Märkten bereits in Säuglingsnahrung und Tier-Ergänzungsmitteln eingesetzt. Jede Kategorie hat ihre eigenen Regeln, und Säuglingsnahrung erfordert in der EU eine spezifische Zulassung.
MaestroBiome 01 ab 10 kg; Muster auf Anfrage. Als fertiges Private-Label-Produkt: Kapseln ab 60.000, Stick-Sachets ab 300.000, andere Formate auf Anfrage. Spezifikation, Analysenzertifikat (CoA) sowie Allergen- und GVO-Erklärungen liegen jeder Lieferung bei.
Schreiben Sie uns ein paar Zeilen zu Ihrem Produkt: Darreichungsform, Markt, ungefähre Menge. Mindestmengen: 500 Einheiten pro Artikel bei Sporternährung, 60.000 Kapseln oder 300.000 Stick-Sachets bei Probiotika, probiotische Bulk-Kulturen ab 50 kg. Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.
Treffen Sie uns auf der Fi Europe, Messe Frankfurt, 17.–19. November 2026. Termin auf der Messe vereinbaren →